Kosten­über­nahme bei einer Psychotherapie

Wir sind als approbierte Psychologische Psychotherapeutinnen im Arzt-/Psycho­therapeuten­register (gemäß § 4 Ärzte-ZV) der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein bzw. Westfalen-Lippe eingetragen.

Die meisten privaten Kranken­ver­sicherungen tragen die Kosten für eine Psychotherapie. Die Beihilfestelle erstattet die Therapiekosten bei indizierter Behandlung grundsätzlich. Selbst­ver­ständlich besteht auch die Möglichkeit als Selbstzahler die Kosten für die psychotherapeutische Behandlung in unseren Praxen zu tragen.

Zur direkten Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen sind wir nicht berechtigt. Einen Kassensitz zu erwerben, ist selbst approbierten Psychotherapeuten aufgrund der psycho­therapeutischen Bedarfs­planung erst nach längeren Warte­zeiten möglich. Die Folge sind lange, oft un­zu­mutbare Warte­zeiten. Aufgrund dieser Wartezeiten besteht dennoch die Möglichkeit, als gesetzlich versicherter Patient durch approbierte Psycho­therapeuten, wie wir es sind, nach dem Kosten­erstattungs­verfahren behandelt zu werden.

Generell richten sich die Kosten nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP).

Kosten­er­stattungs­ver­fahren bei einer Psychotherapie

In unseren privaten Praxen ist die Kostenübernahme für gesetzlich versicherte Patienten nicht selbstverständlich und nur in Ausnahmefällen möglich. Vorrangig sollte die Behandlung bei einem niedergelassenen Kollegen mit Kassenzulassung stattfinden.

Sollte in absehbarer Zeit, d.h innerhalb der nächsten 3 Monate kein Therapieplatz in einer Kassenpraxis zur Verfügung stehen, ist eine Kostenübernahme bei fachlich geeigneten approbierten Psychotherapeuten, wie wir es sind, im Kostenerstattungsverfahren möglich.

Dies ist nicht unwahrscheinlich, da die Versorgungssituation in Essen momentan unzureichend ist und wir immer wieder auch gesetzlich versicherte Patienten nach diesem Prinzip aufnehmen können. Diesen Versicherten erstatten die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlungskosten in Höhe der Kassensätze. Inzwischen erhalten auch viele Patienten eine volle Kostenerstattung, da die gesetzlichen Krankenkassen dazu verpflichtet sind, die kompletten Kosten einer außervertraglichen Psychotherapie zu erstatten, wenn kein Kassenbehandler zur Verfügung steht.

Rechtlicher Hintergrund beim Kostenerstattungsverfahren ist, dass gesetzliche Krankenkassen verpflichtet sind, ihren Versicherten Psychotherapie in einer zumutbaren Wartezeit zu ermöglichen (§13 Abs. 3 SGB V). Um die rechtlichen Rahmenbedingungen zu erfüllen, sind folgende Schritte notwendig:

1. Teilen Sie Ihrer Krankenkasse mit, dass sie eine Verhaltenstherapie beginnen möchten. Lassen Sie sich eine Liste der Vertragspsychotherapeuten in Ihrer Nähe schicken.

2. Fragen Sie bei mindestens fünf Vertragspsychotherapeuten nach der Wartezeit für den Beginn einer Verhaltenstherapie. Notieren Sie sich das Datum der Anfrage, die Namen der Behandler und die Ihnen genannte Wartezeit.

3. Außerdem benötigen Sie eine ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung von einem Facharzt oder Ihrem Hausarzt. Dieser sollte Ihnen bestätigen, dass Sie dringend eine Verhaltenstherapie benötigen.

4. Bei Ihrer Krankenkasse bitten Sie in einem formlosen schriftlichen Antrag auf Kostenerstattung für Psychotherapie um die Übernahme der Kosten für die 5 probatorischen Sitzungen. Fügen Sie dem Antrag Ihre Liste der angerufenen Vertragstherapeuten und die ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung bei. Teilen Sie in Ihrem Antrag der Kasse mit, dass Sie in unseren privaten Praxen zeitnah eine Behandlung beginnen können. Falls Unterlagen bzw. Qualifikationsnachweise von uns nötig sind, melden Sie sich gerne bei uns.

Weitere Informationen finden Sie auch hier:

bptk.de - Ratgeber Kostenerstattung (PDF)